Archive for Februar 2011

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Album der Woche 1989 – 1

28. Februar 2011

Album der Woche 1 – 1989

De La Soul – 3 Feet High And Rising

Die Gruppe De La Soul, bestehend aus Posdnous, Trugoy und Maseo, veröffentlichte im Jahr 1989 ihr Debutalbum namens „3 Feet High And Rising“ und sorgte damit für einen Meilenstein der Hip Hop-Geschichte. Mit ihrer Single „Me, Myself and I“ zum Debutalbum verbuchte die Crew ihren bisher einzigen Nr. 1-Hit in den US-R’n’B & Hip Hop Charts.

„3 Feet High And Rising“ war die erste von drei Kollaborationen mit dem Produzenten Prince Paul und sollte für beide Seiten bis heute den kommerziell grössten Erfolg darstellen. Danach trennten sich die Wege der beiden und De La Soul produzierte teilweise selber oder arbeitete mit wechselnden Produzenten, unter anderem J Dilla, zusammen. Zwar wurden die Nachfolger LPs von „3 Feet High And Rising“ meist von den Kritikern hoch gelobt, doch die Verkaufszahlen stagnierten seit dem Debut aber stetig.

Da De La Soul sich auf „3 Feet And Rising“ vor allem Themen wie Peace und Harmony bedienten, was Ende der 80er Jahre völlig entgegen der allgemeinen Strömung im Hip Hop entsprach, wurden die Drei als Hip Hop-Hippies abgestempelt und hatten fortan einen schweren Stand in der Szene. Trotzdem fanden De La Soul in der Native Tongues Posse, bestehend unter anderem aus A Tribe Called Quest, den Jungle Brothers, Black Sheep oder Queen Latifah eine neue Heimat. Neben den Jungle Brothers sind De La Soul, die am längsten bestehende Crew der Native Tounges Posse.

De La Souls Debut wurde nie als klassisches Hip Hop Album bezeichnet, sondern ging eher als Crossover-Werk durch. Dies zeigt auch der Fakt, dass „3 Feet High And Rising“ vom Magazin NME, das sich ansonsten eher in der Welt der Stromgitarren zuhause fühlt, das Erstlingswerk von De La Soul zum Album des Jahres ernannte.

De La Soul haben bis heute unzählige Hip Hop Künstler beeinflusst, unter anderem Camp Lo, die Black Eyed Peas und Digable Planets. Auch an der Karriere von Mos Def waren die drei entscheidend beteiligt.

  1. Intro
  2. The Magic Number
  3. Change in Speak
  4. Cool Breeze on the Rocks
  5. Can U Keep a Secret
  6. Jenifa Taught Me (Derwin’s Revenge)
  7. Ghetto Thang
  8. Transmitting Live from Mars
  9. Eye Know
  10. Take It Off
  11. A Little Bit of Soap
  12. Tread Water
  13. Potholes in My Lawn
  14. Say No Go
  15. Do as De La Does
  16. Plug Tunin‘ (Last Chance to Comprehend)
  17. De La Orgee
  18. Buddy feat. Q-Tip and the Jungle Brothers
  19. Description
  20. Me Myself and I
  21. This Is a Recording 4 Living in a Fulltime Era (L.I.F.E.)
  22. I Can Do Anything (Delacratic)
  23. D.A.I.S.Y. Age
  24. Plug Tunin‘ (Original 12′ Version)

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Tracklist 1988 – Mix by Yours Truly

23. Februar 2011

Mix nur mit dem Fanzine 1988 erhältlich:

  1. Yours Truly – Intro
  2. 7A3 – Express The Mind
  3. J.V.C. F.O.R.C.E. – Doin’ Damage
  4. Big Daddy Kane – Ain’t No Half-Steppin’
  5. Boogie Down Productions – T’Cha-T’Cha / I’m Still No.1
  6. Marley Marl – The Symphony (Remix) feat. Master Ace, Craig G., Kool G. Rap & Big Daddy Kane
  7. N.W.A. – 8 Ball (Remix)
  8. MC EZ & Troup – Get Retarded
  9. Jungle Brothers – Jimbrowski
  10. Ice-T – Rhyme Syndicate Comin’ Through
  11. Big Daddy Kane – Long Live The Kane
  12. Stetsasonic – Talkin’ All That Jazz (Remix)
  13. Ultramagnetic MC’s – Watch Me Now
  14. Kool G. Rap & D.J. Polo – Road To The Riches
  15. EPMD – You Gots To Chill
  16. Hijack – Style Wars
  17. Jungle Brothers – Because I Got It Like That
  18. N.W.A. – Straight Outta Compton
  19. Public Enemy – Show ‘Em What You Got
  20. Run-D.M.C. – Run’s House
  21. Slick Rick – Children’s Story
  22. Krown Rulers – Non Stop Hip Hop
  23. Big Daddy Kane – Get Into It
  24. Cold Crush Brothers – Cold Crush
  25. Latee – No Tricks
  26. N.W.A. – Fuck The Police
  27. Public Enemy – Rebel Without A Pause
  28. Ultramagnetic MC’s – Ease Back
  29. Eric B. & Rakim – Microphone Fiend
  30. MC Shy D – I Don’t Want To Treat You Wrong
  31. Crazy Force – No Time

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Album der Woche 1988 – 4

21. Februar 2011

Das Album der Woche

N.W.A. – Straight Outta Compton

Mit dem Album „Straight Outta Compton“ von NWA (Niggaz with Attitude), das am 8. August 1988 erschien, schafften es die NWA-Mitglieder: Dr.Dre, Ice Cube, MC Ren, Eazy E und DJ Yella zum ersten Mal Los Angeles und die US-Westküste auf der Rap-Landkarte zu platzieren. Bis zu diesem Zeitpunkt stammte fast alles was mit Rap zu tun hatte ausschliesslich aus New York City. Das Album verkaufte sich 2.5 Millionen Mal. Der wohl bekannteste und auch provokativste Song des Albums „Fuck the Police“ wurde von den meisten Radiostationen sowie dem Musikfernsehen MTV boykottiert. Auch das FBI soll sich beim Plattenlabel Priority Records gegen die Message auf dem Album von NWA ausgesprochen haben.

„Straight Outta Compton“ vermochte nicht nur Los Angeles als Westküsten-Rap-Metropole zu installieren, sondern gilt als eines der ersten Gangster-Rap-Alben überhaupt und als sehr einflussreich für die weitere Entwicklung des Hip Hop in den 1990ern. Während Ice Cube und MC Ren für einen Grossteil der Produktionen auf dem Album „Straight Outta Compton“ verantwortlich zeigten, konzentrierten sich Eazy-E, Dr.Dre und DJ Yella vorwiegend um die Produktionen der Tracks. Am 24. September 2002 erschien eine überarbeitete Version von „Straight Outta Compton“ mit drei neuen Bonustracks in den USA. Das Album steht bei der Bestenliste des Rolling Stone Magazine aus dem Jahr 2003 auf Platz 144 der 500 besten Alben aller Zeiten.

  1. Straight Outta Compton (Eazy-E/Ice Cube/MC Ren)
  2. Fuck Tha Police (Ice Cube/MC Ren/Eazy-E/Dr. Dre)
  3. Gangsta Gangsta (Eazy-E/Ice Cube/MC Ren)
  4. If It Ain’t Ruff (MC Ren)
  5. Parental Discretion Iz Advised (The D.O.C./Dr.Dre/Eazy-E/Ice Cube/MC Ren)
  6. 8 Ball Remix (Eazy-E)
  7. Something Like That (MC Ren/Dr. Dre)
  8. Express Yourself (Dr. Dre)
  9. Compton’s n the House Remix (MC Ren/Dr. Dre)
  10. I Ain’t tha 1 (Ice Cube)
  11. Dopeman Remix (Ice Cube)
  12. Quiet on tha Set (MC Ren)
  13. Something 2 Dance 2 (The Arabian Prince/Dr. Dre)

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Album der Woche 1988 – 3

14. Februar 2011

Das Album der Woche 1988

J.V.C. Force – Doin‘ Damage

Die J.V.C. Force bestand aus DJ Curt Cazal und den MCs AJ Rok & B-Luv. Im Jahr 1988 veröffentlichte die Crew über das kleine Label B-Boy Records ihr Debut-Album „Doin‘ Damage“. Kurz nach dem Release von „Doin Damage“ war B-Boy Records gezwungen ihre Arbeit einzustellen, da einer der beiden Gründer, Bill Kamarra, ins Gefängnis musste und die beiden Labelbosse das Heu auch nicht mehr auf der gleichen Bühne hatten.

Auch der Name „J.V.C. Force“ zeigt wie angespannt die Lage bei B-Boy Records im Jahr 1988 war, nachdem das Aushängeschild des Labels, Boogie Down Productions, wegen finanziellen Differenzen B-Boy Records verliessen. Das Label hatte beim Release der J.V.C. Force LP Angst vom Elektronikriesen JVC. Als Schutz vor einer drohenden Klage wurden Punkte zwischen die Buchstaben J, V, C gesetzt. Diese deuten auf ein Akronym hin. Ausgeschrieben bedeutet J.V.C. Force nämlich: „Justified By Virtue of Creativity For Obvious Reasons Concerning Entertainment.“

Der kommerzielle Erfolg war der Crew um Curt Cazal nicht gegönnt,da das Label im selben Jahr der Veröffentlichung von „Doin‘ Damage“ seine Arbeit unter anderem wegen der Gefängnisstrafe von Labelboss Bill Kamarra einstellen musste. Das wohl bis heute bekannteste Lied der J.V.C. Force ist sicherlich der Song „Strong Island“.  Ansonsten ist die J.V.C. Force bis heute weitestgehend in Vergessenheit geraten.

Das kleine Label B-Boy Records wurde 1986 von Bill Kamarra und Jack Allen gegründet. Diese suchten via Zeitungsannoncen Künstler für ihr neues Label.  Auf eine solche Anzeige meldete sich, die bis dahin unbekannte Gruppe, Boogie Down Productions. Die Crew konnte die beiden Labelbosse mit ihrem Anti-Drogen-Song „Crack Attack“ überzeugen und wurden sogleich unter Vertrag genommen. Im gleichen Jahr veröffentlichte B-Boy Records die erste Single von Boogie Down Productions „South Bronx“. Im folgenden Jahr erschien dann die Single „The Bridge is Over“ und das Debutalbum „Criminal Minded, das heute als Meilenstein gilt. Im dritten Jahr von B-Boy Records kam es wegen finanziellen Unstimmigkeiten zwischen dem Aushängeschild, der Crew Boogie Down Productions um KRS-One, und dem Label zur Trennung. Boogie Down Productiona fanden bei Jive Records ein neues Zuhause. Neben Boogie Down Productions waren noch die J.V.C. Force, die Cold Crush Brothers, Levi 167 und Jewel T auf dem Label gesignt. Das Logo von B-Boy Records stammt übrigens aus den Federn von Boogie Down Productions MC KRS-One.

  1. Strong Island
  2. Doin‘ Damage
  3. Take It Away
  4. The Force Is The Boss
  5. Nu Skool
  6. You’ll Like It Too
  7. Stylin‘ Lyrics
  8. Puppy Love
  9. The Force Is Buggin
  10. The Move

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Album der Woche 1988 – 2

7. Februar 2011

Das Album der Woche

Public Enemy – It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back

Am 19. April 1988 erschien über das Label Def Jam mit „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ der zweite Longplayer der Gruppe Public Enemy. Das Album gilt, wegen seiner harten Produktionsweise und den politischen Texten von Chuck D, als ein Meilenstein in der Geschichte des Hip Hop. In den US-Billboard Top R&B/Hip Hop Album Charts ging die LP auf Platz 1 und erreichte in den Billboard 200 den Platz 42. Trotz der mässigen Platzierung in den Billboard 200 ging das Album innerhalb eines Monats Gold für 500’000 verkaufte Einheiten. Im August des folgenden Jahres wurde Public Enemy für „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ mit Platin ausgezeichnet. 2003 wurde das Album vom Rolling Stone Magazine auf Platz 48 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt. Das ist die beste Platzierung eines Rap-Albums auf der Rolling Stone-Rangliste überhaupt.

Trotz geteilten Meinungen über den lyrischen Inhalt des Albums wurde es bei den Musikkritikern grösstenteils positiv aufgenommen. Jon Pareles von der New York Times meinte zum Album folgendes:

“Where most rappers present themselves as funky individualists, beating the odds of the status quo, Public Enemy suggests that rap listeners can become an active community, not just an audience. Although it overreaches, It Takes a Nation jams urban tension and black anger into the foreground; it reveals the potential for demagoguery as well as the need for change.”

  1. Countdown to Armageddon
  2. Bring the Noise
  3. Don’t Believe the Hype
  4. Cold Lampin’ With Flavor
  5. Terminator X to the Edge of Panic
  6. Mind Terrorist
  7. Louder Than a Bomb
  8. Caught, Can We Get a Witness?
  9. Show ’Em Whatcha Got
  10. She Watch Channel Zero?!
  11. Night of the Living Baseheads
  12. Black Steel in the Hour of Chaos
  13. Security of the First World
  14. Rebel Without a Pause
  15. Prophets of Rage
  16. Party for Your Right to Fight

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1988

3. Februar 2011

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Rap History Basel – 1988

1. Februar 2011

23.2.2011 Rap History Basel 1988 feat. DJ Reezm & Barney Bungalow

Am Mittwoch 23. Februar 2011 schreiben wir an der Rap History Basel das Jahr 1988. Die Reise geht zurück in die Golden Era des Hip Hop zu den Slick Ricks, Run DMCs, Marley Marls, NWAs, EPMDs, Big Daddy Kanes, Biz Markies, Jazzy Jeff & The Fresh Princes und vielen mehr.

Public Enemy veröffentlichte am 14. April 1988 mit „It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back“ wohl eines der wichtigsten Rap-Alben aller Zeiten. Das Album erreichte in den US-Billboard 200 den Platz 42 und ging im folgenden Jahr Platin. 2003 wurde das Album vom Rolling Stone Magazine auf Platz 48 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt. Das ist die beste Platzierung eines Rap-Albums auf der Rolling Stone-Rangliste überhaupt.

Nicht weniger wegweisend als das Public Enemy-Album für den aufstrebenden Hip Hop waren im 1988 auch die Alben der Ultramagnetic MC’s „Critical Beatdown“ und „Straight Outta Compton“ von NWA (Niggaz with Attitude). Die NWA-Mitglieder: Dr.Dre, Ice Cube, MC Ren, Eazy E und DJ Yella schafften es zum ersten Mal Los Angeles und die US-Westküste auf der Rap-Landkarte zu platzieren. Bis zu diesem Zeitpunkt stammte fast alles was mit Rap zu tun hatte eigentlich ausschliesslich aus New York City.

„Straight Outta Compton“ vermochte nicht nur Los Angeles als Westküsten-Rap-Metropole zu installieren, sondern gilt als eines der ersten Gangster-Rap-Alben überhaupt. Neben Schooly D, der als eigentlicher Begründer dieser Strömung im Rap gilt, können sicher auch NWA mit ihrem Debütalbum „Straight Outta Compton“ als sehr massgebend für den Gangster-Rap betrachtet werden.

Neue Wege beschritten 1988 auch die New Yorker Ultramagnetic MCs um MC Kool Keith mit ihrem Debütalbum „Critical Beatdown“. Dieses bestach vor allem durch innovative Samplingtechniken und neue, vielsilbige Reimstyles, die stark von Kool Keith geprägt waren. Mehr zu Critical Beatdown findest du im Rap History Basel-Artikel zum „Album der Woche„.

DJ Reezm (Rap History St.Gallen/Hum Records) und Barney Bungalow werden dir für Rap History Basel die besten Tracks aus dem Jahr 1988 auf den Wheels of Steel präsentieren. Wie immer, gibt es neben dem Fanzine mit dem dazugehörigen Mix auch Rap History Basel Shirts zu kaufen.

Also nächstes Pflichtdatum ist der Mittwoch 23.2.2011. Get educated!!!

Hier noch ein kurzes Interview mit Big Daddy Kane: