Archive for the ‘Album der Woche’ Category

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Album der Woche 1990 – 3

25. April 2011

Album der Woche

Masta Ace – Take A Look Around

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Masta Ace war Mitglied der legendären Juice Crew, bestehend aus Marley Marl, MC Shan, Big Daddy Kane, Biz Markie, Roxanne Shanté, Tragedy Khadafi und Craig G. Nach seinem Rap-Debüt auf Marley Marls „The Symphony“ im Jahr 1988, folgte 1989 seine erste Single „Together“ b/w „Letter to the Better“ bevor er 1990 sein Debütalbum „Take A Look Around“ veröffentlichte.

„Take A Look Around“ erschien auf Marley Marls Label Cold Chillin‘ Records und entpuppte sich trotz guten Kritiken als Misserfolg, zumindest aus kommerzieller Sicht. Daraufhin trennte sich Masta Ace von Cold Chillin‘ und suchte sich eine neue Labelheimat, die er 1993 bei Delicious Vinyl fand. Auf Delicious releast Masta Ace mit seiner neuen Formation „Masta Ace Incorporated“, bestehend aus Lord Digga und Paula Perry, das Album „Slaughtahouse“. Zwei Jahre später erscheint dort auch sein legendäres Album „Sittin‘ On Crome“ mit dem Track: Born To Roll.

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Album der Woche 1991 – 1

25. April 2011

Album der Woche

Gang Starr – Step In The Arena

20110425-120327.jpgGang Starr wurde 1985 von Rapper Guru, damals unter dem Namen Keithy E. The Guru bekannt, und DJ 1,2 B-Down in Boston gegründet. Bis zum Jahr 1988 hatten die Beiden als Gang Starr bereits drei Singles mit wechselnden Produzenten über das Label Wild Pitch veröffentlicht. 1989 trennte sich das Duo, da es Guru nach in die Rap Metropole New York zog. Im Big Apple kam Guru bald darauf in Kontakt mit dem DJ und Produzenten DJ Premier, den es auch aus seiner texanischen Heimat Houston an die Ostküste getrieben hatte.

Als Guru die Beats aus der Schmiede von Waxmaster C hörte, wie sich Premier im ’89 noch nannte, wusste er, dass er das bisher fehlende Glied von Gang Starr gefunden hatte. Die neuformierte Maschinerie Guru & Premier legte sogleich los und veröffentlichte noch im 1989 mit „Words I Manifest“ ihre erste Single sowie ihr Debütalbum „No More Mr. Nice Guy“. 1991 folgte mit „Step In The Arena“ Gang Starrs zweites Album, das sogleich zu einem Klassiker avancierte und den Beiden zu einem festen Platz im Rapolymp verhalf.

1. Name Tag (Premier & the Guru)
2. Step in the Arena
3. Form of Intellect
4. Execution of a Chump (No More Mr. Nice Guy Pt. 2)
5. Who’s Gonna Take the Weight?
6. Beyond Comprehension
7. Check the Technique
8. Lovesick
9. Here Today, Gone Tomorrow
10. Game Plan
11. Take a Rest
12. What You Want this Time?
13. Street Ministry
14. Just to Get a Rep (short version)
15. Say Your Prayers
16. As I Read My S-A
17. Precisely the Right Rhymes
18. The Meaning of the Name

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Album der Woche 1990 – 2

15. April 2011

Album der Woche

Brand Nubian – One For All

20110420-071141.jpg1989 gründen die MC’s Grand Puba, Sadat X, DJ Alamo und MC und Produzent Lord Jamar aus der New Yorker-Vorstadt New Rochelle die Crew Brand Nubian. Sie finden fast sogleich bei Elektra Records eine Heimat und veröffentlichen ein Jahr nach Gründung ihr Debütalbum „One For All“. Die daraus releasten Singles „Slow Down“, „All For One“ und „Wake Up“ finden alle reichlich Beachtung und ernten fast durchs Band positive Kritiken. Trotzdem gerät die Gruppe wegen ihrer militanten und rassistischen Ansichten, die sie auf verschiedensten Tracks auf dem Album überdeutlich zur Sprache. Deshalb verwundert es auch nicht, dass „All For One“ alles andere als einen kommerziellen Erfolg wird. Innerhalb der Crew kommt es zu Meinungsverschiedenheiten und ein Jahr nach ihrer Debüt-LP verlassen, der Frontmann Grand Puba und DJ Alamo Brand Nubian. Grand Puba veröffentlicht 1992 dann sein Solo-Debüt „Reel To Reel“.

Sadat X und Lord Jamar beschliessen die Gruppe Brand Nubian nach dem Ausstieg von Grand Puba und DJ Alamo weiterzuführen. Sie holen DJ Sincere an Bord und veröffentlichen 1993 das Album „In God We Trust“. auch ihr Zweitling wird von den Kritikern mit geteilten Meinungen betrachtet, da die LP sowohl Hetze gegen Schwule als auch pro-islamische Texte enthält.

Das dritte Album von Brand Nubian „Everything Is Everything“, das 1994 erscheint, wird wieder in der ursprünglichen Besetzung mit Grand Puba und DJ Alamo aufgenommen. Wieder blieb die Kritik nicht aus, worauf sich Brand Nubian erneut trennten. Die einzelnen Mitglieder der Crew widmeten sich daraufhin ihren Solo-Aktivitäten. 1998 rafften sich die Jungs von Brand Nubian wieder zusammen und veröffentlichten ihr drittes gemeinsames Album „Foundation“, um sich danach wieder zu trennen und sich den Solokarrieren hinzugeben. 2004 erschien ihr bisher letztes gemeinsames Album „Fire In The Hole“.

1. All For One
2. Concerto In X Minor
3. Ragtime
4. To The Right
5. Dance To My Ministry
6. Drop The Bomb
7. Wake Up (Stimulated Dummies Mix)
8. Step To The Rear
9. Slow Down
10. Try To Do Me
11. Who Can Get Busy Like This Man…
12. Grand Puba, Positive And L.G.
13. Wake Up (Reprise In The Sunshine)
14. Dedication

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Album der Woche 1990 – 1

4. April 2011

Album der Woche 1990

Ice Cube -AmeriKKKa’s Most Wanted

20110404-162315.jpgSogleich nach seiner Trennung von N.W.A. begann Ice Cube mit der Arbeit an seinem ersten Soloalbum. Ursprünglich wollte Cube für sein Debüt mit dem ehemaligen N.W.A. Produzenten Dr.Dre zusammenarbeiten, doch Ruthless Records legte sein Veto ein und verbot den beiden zu kollaborieren.

Am 16. Mai 1990 veröffentlichte Ice Cube mit AmeriKKKa’s Most Wanted“ sein erstes Soloalbum, das vollständig von Public Enemy’s Produzententeam The Bomb Squad produziert wurde. Die LP wurde ein unerwarteter kommerzieller Erfolg und auch bei den amerikanischen Musikkritikern fast durchs Band positiv bewertet.  „AmeriKKKa’s Most Wanted“ chartete in den USA ursprünglich ohne Single oder Video. Erst im Nachhinein wurde ein Videoclip zu „Who’s The Mack“ gedreht. Nach drei Monaten ging das Album „Gold“ und weitere 13 Monate später erhielt Ice Cube „Platin“ für sein Debütalbum. Ice Cube schaffte mit seinem Debüt einen Klassiker, der so zu einem der einflussreichsten Rap-Alben der 1990er Jahre wurde.

Der Titel zu Cubes Erstlingswerk ist von der US-TV Show „America’s Most Wanted“ abgeleitet, ein Sendungsformat à la Aktenzeichen XY. Die Show kam in Verruf wegen den nachgestellten Verbrechen, die vor allem Minderheiten als Verbrecher darstellten. Um auf den weitverbeiteten und oftmals tolerierten Rassismus in den USA aufmerksam zu machen, verwendete Ice Cube den Namen der TV-Show und ersetzte das „c“ in „America“ absichtlich, die drei K, die für Ku Klux Klan stehen. Auf dem Album behandelt Cube hauptsächlich Themen wie das Leben im Ghetto, Drogen, Rassismus und Armut. Über die ganze LP hinweg werden Institutionen sowie soziale Normen für ihre rassistische Tendenzen kritisiert. Weiter werden unter anderem Arsenio Hall und die R&B/Hip Hip Radiostationen für ihren Mainstreamcharacter von Cube an den Pranger gestellt.

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Album der Woche – 4

3. April 2011

Album der Woche

2 Live Crew – As Nasty As They Wanna Be

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Die Miami Bass Crew um den Rapper Luke Skyywalker veröffentlichte im Jahr 1989 mit „As Nasty As They Wanna Be“ ihr drittes Studioalbum. Es sollte mit Doppelplatin bis heute ihr grösster kommerzieller Erfolg bleiben.

Die Crew wurde vom DJ Mr. Mixx mit den MCs Fresh Kid Ice, Jimbo Ralston und Amazing V. gegründet. 1985 veröffentlichten die Jungs aus Miami ihre erste Single „Revelation“. Nachdem die 2 Live Crew mit Revelation die erste Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten, stiessen die Rapper Brother Marquis und Luke Skyywalker noch zur Band. Luke Skyywalker avancierte schnell zum Kopf und Manager der Crew und verhalf ihnen auch zum ersten verhalf Plattendeal.

Mit dem ersten Plattendeal in der Tasche veröffentlichte die 2Live Crew im Jahr 1986 ihr Debütalbum „The 2 Live Crew Is What We Are“. Mit dieser LP legte die Band eine neue Messlatte für sexuell explizite Raptexte und wurde dadurch landesweit kontrovers diskutiert. Dank der grossen Wellen, die die LP schlug, holte das Album der 2 Live Crew schlussendlich Gold. Die Empörung in der bürgerlichen US-Gesellschaft war so gross, dass 1987 ein Musikverkäufer aus Florida gerichtlich verurteilt, weil er die 2 Live-LP einer 14jährigen verkaufte. Solche absurden Szenarien gab es in der Folge noch weitere in ganz Amerika.

Das Debütalbum der 2 Live Crew „As Nasty As They Wanna Be“ wurde vor allem dank der Single „Me So Horny“ zu einem grossen Erfolg, obwohl die Single wegen der expliziten Texte kaum Airplay bei den Radiostationen erhielt. Der Vereinigung American Family Association (AFA) reichte im Falle der 2 Live Crew der Parental Advisory Kleber nicht, um potenzielle Hörer vor den Obszönitäten der Jungs aus Miami zu warnen. Danach folgte eine lange Kontroverse um die Musik der 2 Live Crew, die auch massgeblich zum kommerziellen Erfolg von „As Nasty As They Wanna Be“ beitrug.

Ihr drittes Studio-Album verkaufte sich in den USA über 2 Millionen mal und erreichte den Platz 29 der amerikanischen Billboard 200 und den Platz 3 der der Top R&B/Hip Hop Album-Charts. Es wurden immer wieder Musikverkäufer verhaftet wegen dem Verkauf der Musik der 2 Live Crew. Später wurde die Band von Van Halen wegen einem nicht geclearten Sample ihres Songs „Ain’t Talkin‘ Bout Love“ für den Track „The Fuck Shop“ der 2 Live Crew verklagt. Die Publicity erreichte einen Höhepunkt als George Lucas den MC Luke Skyywalker verklagte, da dieser sein Label Luke Skyywalker Records genannt hatte. Nach der Niederlage vor Gericht wurde das Label in Luke Records umbenannt.

1. Me So Horny
2. Put Her in the Buck
3. Dick Almighty
4. C’mon Babe
5. Dirty Nursery Rhymes
6. Break It on Down
7. 2 Live Blues
8. I Ain’t Bullshittin‘
9. Get Loose
10. The Fuck Shop
11. If You Believe in Having Sex
12. My Seven Bizzos
13. Get the Fuck out of My House
14. Reggae Joint
15. Fraternity Record
16. Bad Ass Bitch
17. Mega Mixx III
18. Coolin‘

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Album der Woche 1989 – 3

20. März 2011

Album der Woche 1989 – 3

The D.O.C. – No One Can Do It Better

Der Rapper „The D.O.C.“ stammt ursprünglich aus West Dallas in Texas und war Mitte 80er Mitglied der dort ansässigen Fila Fresh Crew. Der Crew-DJ, Dr. Rock, hatte einen guten Draht zu Dre (heute Dr.Dre) aus Los Angeles, der ein Teil der damals populären World Wreckin Cru war. Dr. Rock lud Dre 1987 für ein Radiointerview nach Texas ein. Bei diesem besagten Interview trafen sich D.O.C. und Dre zum ersten Mal. Die Chemie zwischen beiden war so gut, dass D.O.C. beschloss noch im selben Jahr nach Los Angeles zu ziehen, wo er bei der Entstehungsphase von N.W.A. dabei war und das engste Umfeld der neuen Crew bildete.

The D.O.C. blieb aber stets im Hintergrund von N.W.A. und war weder in einem Video oder auf Fotos der Crew zu sehen und spielte dennoch eine entscheidende Rolle. So war er für einen Grossteil der Lyrics von Eazy-E zuständig unter anderem auch für seine Hit-Single „We Want Eazy“.  The D.O.C. war es dabei gelungen für Eazy-E, den Dopeman der Hood und nicht allzu talentierten Rapper, Lyrics zu schreiben, die im Radio gespielt wurden, auch der weissen Bevölkerung zusagten und trotzdem nicht an der Street-Credibility von Eazy krazten. Eazy’s Album „Eazy Does It“ wurde nach der Single zu einem grossen Erfolg und legte den Grundstein für die Debut-LP von N.W.A., die zum Meilenstein wurde.

Nach der N.W.A.-Album „Straight Outta Compton“ sollte das Album  von The D.O.C. „No One Can Do It Better“ der nächste grosse Coup werden. Die LP von The D.O.C. wurde 1989 noch während der grossen N.W.A. Tour veröffentlicht. Noch bevor sein Debutalbum zum Erfolg werden konnte erlitt The D.O.C. einen harten Schicksalsschlag. Er wurde am 11. November 1989 um 4:30 am Morgen in einen Autounfall verwickelt und schwer verletzt. Er lag  zwei Tage im Koma und verlor seine tiefe Stimme durch seine schweren Verletzungen. Nach dem Unfall war der MC während über 6 Monaten nicht fähig zu sprechen. The D.O.C. fiel in ein tiefes Loch und versumpfte zunehmend in Drogen und Alkohol. Erst 1998 ging es mit ihm wieder aufwärts.

  1. It’s Funky Enough
  2. Mind Blowin‘
  3. Lend Me an Ear
  4. Comm. Blues
  5. Let the Bass Go
  6. Beautiful But Deadly
  7. The D.O.C. & the Doctor
  8. No One Can Do It Better
  9. Whirlwind Pyramid
  10. Comm. 2
  11. The Formula
  12. Portrait of a Master Piece
  13. The Grand Finalé

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Album der Woche 1989 – 2

7. März 2011

Album der Woche

Beastie Boys – Paul’s Boutique

Die Beastie Boys haben ihren Ursprung als Hardcore Punkband und traten 1979 zum ersten Mal in Erscheinung. Im Jahr 1984 machten Mike D, MCA und Ad-Rock die Transformation zur Hip Hop Crew durch. Bereits mit ihrem Debutalbum „Licensed To Ill“ im Jahr 1986 schafften die drei Jungs aus Brooklyn den kommerziellen Durchbruch.

Ihr zweites Album, unser Album der Woche, Paul’s Boutique wurde 1988 von Matt Dike und den Dust Brothers produziert. Die LP ist sehr stark sample-basiert und gilt bis heute als eines ihrer stärksten Werke und als sehr wichtig für die Hip Hop Kultur. Paul’s Boutique wurde 1989 auf Capitol Records veröffentlicht nachdem es zwischen den Beasties und Def Jam zu einem Zerwürfnis kam. Zwar erreichte das Zweitlingswerk der Beastie Boys nicht den kommerziellen Erfolg von „Licensed To Ill“ trotzdem schaffte es die LP auf Platz 14 der US-Billboard 200 und auf Platz 10 der Billboard R’n’B-Charts.

Bis heute sind die Beastie Boys eine der am längsten bestehenden Hip Hop-Formationen und haben bis 2010 alleine in den USA 22 Millionen Alben und weltweit über 40 Millionen Tonträger abgesetzt.

  1. To All the Girls
  2. Shake Your Rump
  3. Johnny Ryall
  4. Egg Man
  5. High Plains Drifter
  6. The Sounds of Science
  7. 3-Minute Rule
  8. Hey Ladies
  9. 5-Piece Chicken Dinner
  10. Looking Down the Barrel of a Gun
  11. Car Thief
  12. What Comes Around
  13. Shadrach
  14. Ask for Janice
  15. B-Boy Bouillabaisse

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Album der Woche 1989 – 1

28. Februar 2011

Album der Woche 1 – 1989

De La Soul – 3 Feet High And Rising

Die Gruppe De La Soul, bestehend aus Posdnous, Trugoy und Maseo, veröffentlichte im Jahr 1989 ihr Debutalbum namens „3 Feet High And Rising“ und sorgte damit für einen Meilenstein der Hip Hop-Geschichte. Mit ihrer Single „Me, Myself and I“ zum Debutalbum verbuchte die Crew ihren bisher einzigen Nr. 1-Hit in den US-R’n’B & Hip Hop Charts.

„3 Feet High And Rising“ war die erste von drei Kollaborationen mit dem Produzenten Prince Paul und sollte für beide Seiten bis heute den kommerziell grössten Erfolg darstellen. Danach trennten sich die Wege der beiden und De La Soul produzierte teilweise selber oder arbeitete mit wechselnden Produzenten, unter anderem J Dilla, zusammen. Zwar wurden die Nachfolger LPs von „3 Feet High And Rising“ meist von den Kritikern hoch gelobt, doch die Verkaufszahlen stagnierten seit dem Debut aber stetig.

Da De La Soul sich auf „3 Feet And Rising“ vor allem Themen wie Peace und Harmony bedienten, was Ende der 80er Jahre völlig entgegen der allgemeinen Strömung im Hip Hop entsprach, wurden die Drei als Hip Hop-Hippies abgestempelt und hatten fortan einen schweren Stand in der Szene. Trotzdem fanden De La Soul in der Native Tongues Posse, bestehend unter anderem aus A Tribe Called Quest, den Jungle Brothers, Black Sheep oder Queen Latifah eine neue Heimat. Neben den Jungle Brothers sind De La Soul, die am längsten bestehende Crew der Native Tounges Posse.

De La Souls Debut wurde nie als klassisches Hip Hop Album bezeichnet, sondern ging eher als Crossover-Werk durch. Dies zeigt auch der Fakt, dass „3 Feet High And Rising“ vom Magazin NME, das sich ansonsten eher in der Welt der Stromgitarren zuhause fühlt, das Erstlingswerk von De La Soul zum Album des Jahres ernannte.

De La Soul haben bis heute unzählige Hip Hop Künstler beeinflusst, unter anderem Camp Lo, die Black Eyed Peas und Digable Planets. Auch an der Karriere von Mos Def waren die drei entscheidend beteiligt.

  1. Intro
  2. The Magic Number
  3. Change in Speak
  4. Cool Breeze on the Rocks
  5. Can U Keep a Secret
  6. Jenifa Taught Me (Derwin’s Revenge)
  7. Ghetto Thang
  8. Transmitting Live from Mars
  9. Eye Know
  10. Take It Off
  11. A Little Bit of Soap
  12. Tread Water
  13. Potholes in My Lawn
  14. Say No Go
  15. Do as De La Does
  16. Plug Tunin‘ (Last Chance to Comprehend)
  17. De La Orgee
  18. Buddy feat. Q-Tip and the Jungle Brothers
  19. Description
  20. Me Myself and I
  21. This Is a Recording 4 Living in a Fulltime Era (L.I.F.E.)
  22. I Can Do Anything (Delacratic)
  23. D.A.I.S.Y. Age
  24. Plug Tunin‘ (Original 12′ Version)

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Album der Woche 1988 – 4

21. Februar 2011

Das Album der Woche

N.W.A. – Straight Outta Compton

Mit dem Album „Straight Outta Compton“ von NWA (Niggaz with Attitude), das am 8. August 1988 erschien, schafften es die NWA-Mitglieder: Dr.Dre, Ice Cube, MC Ren, Eazy E und DJ Yella zum ersten Mal Los Angeles und die US-Westküste auf der Rap-Landkarte zu platzieren. Bis zu diesem Zeitpunkt stammte fast alles was mit Rap zu tun hatte ausschliesslich aus New York City. Das Album verkaufte sich 2.5 Millionen Mal. Der wohl bekannteste und auch provokativste Song des Albums „Fuck the Police“ wurde von den meisten Radiostationen sowie dem Musikfernsehen MTV boykottiert. Auch das FBI soll sich beim Plattenlabel Priority Records gegen die Message auf dem Album von NWA ausgesprochen haben.

„Straight Outta Compton“ vermochte nicht nur Los Angeles als Westküsten-Rap-Metropole zu installieren, sondern gilt als eines der ersten Gangster-Rap-Alben überhaupt und als sehr einflussreich für die weitere Entwicklung des Hip Hop in den 1990ern. Während Ice Cube und MC Ren für einen Grossteil der Produktionen auf dem Album „Straight Outta Compton“ verantwortlich zeigten, konzentrierten sich Eazy-E, Dr.Dre und DJ Yella vorwiegend um die Produktionen der Tracks. Am 24. September 2002 erschien eine überarbeitete Version von „Straight Outta Compton“ mit drei neuen Bonustracks in den USA. Das Album steht bei der Bestenliste des Rolling Stone Magazine aus dem Jahr 2003 auf Platz 144 der 500 besten Alben aller Zeiten.

  1. Straight Outta Compton (Eazy-E/Ice Cube/MC Ren)
  2. Fuck Tha Police (Ice Cube/MC Ren/Eazy-E/Dr. Dre)
  3. Gangsta Gangsta (Eazy-E/Ice Cube/MC Ren)
  4. If It Ain’t Ruff (MC Ren)
  5. Parental Discretion Iz Advised (The D.O.C./Dr.Dre/Eazy-E/Ice Cube/MC Ren)
  6. 8 Ball Remix (Eazy-E)
  7. Something Like That (MC Ren/Dr. Dre)
  8. Express Yourself (Dr. Dre)
  9. Compton’s n the House Remix (MC Ren/Dr. Dre)
  10. I Ain’t tha 1 (Ice Cube)
  11. Dopeman Remix (Ice Cube)
  12. Quiet on tha Set (MC Ren)
  13. Something 2 Dance 2 (The Arabian Prince/Dr. Dre)

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Album der Woche 1988 – 3

14. Februar 2011

Das Album der Woche 1988

J.V.C. Force – Doin‘ Damage

Die J.V.C. Force bestand aus DJ Curt Cazal und den MCs AJ Rok & B-Luv. Im Jahr 1988 veröffentlichte die Crew über das kleine Label B-Boy Records ihr Debut-Album „Doin‘ Damage“. Kurz nach dem Release von „Doin Damage“ war B-Boy Records gezwungen ihre Arbeit einzustellen, da einer der beiden Gründer, Bill Kamarra, ins Gefängnis musste und die beiden Labelbosse das Heu auch nicht mehr auf der gleichen Bühne hatten.

Auch der Name „J.V.C. Force“ zeigt wie angespannt die Lage bei B-Boy Records im Jahr 1988 war, nachdem das Aushängeschild des Labels, Boogie Down Productions, wegen finanziellen Differenzen B-Boy Records verliessen. Das Label hatte beim Release der J.V.C. Force LP Angst vom Elektronikriesen JVC. Als Schutz vor einer drohenden Klage wurden Punkte zwischen die Buchstaben J, V, C gesetzt. Diese deuten auf ein Akronym hin. Ausgeschrieben bedeutet J.V.C. Force nämlich: „Justified By Virtue of Creativity For Obvious Reasons Concerning Entertainment.“

Der kommerzielle Erfolg war der Crew um Curt Cazal nicht gegönnt,da das Label im selben Jahr der Veröffentlichung von „Doin‘ Damage“ seine Arbeit unter anderem wegen der Gefängnisstrafe von Labelboss Bill Kamarra einstellen musste. Das wohl bis heute bekannteste Lied der J.V.C. Force ist sicherlich der Song „Strong Island“.  Ansonsten ist die J.V.C. Force bis heute weitestgehend in Vergessenheit geraten.

Das kleine Label B-Boy Records wurde 1986 von Bill Kamarra und Jack Allen gegründet. Diese suchten via Zeitungsannoncen Künstler für ihr neues Label.  Auf eine solche Anzeige meldete sich, die bis dahin unbekannte Gruppe, Boogie Down Productions. Die Crew konnte die beiden Labelbosse mit ihrem Anti-Drogen-Song „Crack Attack“ überzeugen und wurden sogleich unter Vertrag genommen. Im gleichen Jahr veröffentlichte B-Boy Records die erste Single von Boogie Down Productions „South Bronx“. Im folgenden Jahr erschien dann die Single „The Bridge is Over“ und das Debutalbum „Criminal Minded, das heute als Meilenstein gilt. Im dritten Jahr von B-Boy Records kam es wegen finanziellen Unstimmigkeiten zwischen dem Aushängeschild, der Crew Boogie Down Productions um KRS-One, und dem Label zur Trennung. Boogie Down Productiona fanden bei Jive Records ein neues Zuhause. Neben Boogie Down Productions waren noch die J.V.C. Force, die Cold Crush Brothers, Levi 167 und Jewel T auf dem Label gesignt. Das Logo von B-Boy Records stammt übrigens aus den Federn von Boogie Down Productions MC KRS-One.

  1. Strong Island
  2. Doin‘ Damage
  3. Take It Away
  4. The Force Is The Boss
  5. Nu Skool
  6. You’ll Like It Too
  7. Stylin‘ Lyrics
  8. Puppy Love
  9. The Force Is Buggin
  10. The Move