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Rap History Basel -1996

27. März 2012

Am Freitag, 13. April 2012 geht die Rap History Basel-Reihe in ihrer neuen Heimat Garage Basel in die zweite Runde. Für das Jahr 1996 steht den Residents DJ Phile untestützend zur Seite.

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DJ Phile steht seit Jahren beim Hip Hop Special „Xplicit Contents“ von Radio X an den Wheels of Steel. Dies ist Grund genug Phile als Gastdozent der schwarzen Scheiben an die Rap History Basel einzuladen. Daneben stehen wie immer die Goldfinger Brothers und Johny Holiday ab 22:00 Uhr an den Plattenspielern.

Rap History Basel -1996
Freitag, 13. April 2012
Garage Basel
Doors: 22:00 Uhr
Entry: 10.-
DJs: Phile, Goldfinger Brothers, Johny Holiday
Rap History Fanmaterial: Shirts, Fanzines mit Mix und Stickers…

Doch zurück zum Wesentlichen. Was hat uns das Jahr 1996 eigentlich raptechnisch beschert? Die Liste der veröffentlichten Rap Tracks ist mittlerweile zu einem schier unübersichtlichen Masse angewachsen. Einzelne Perlen möchten wir dir hier trotzdem nicht vorenthalten…

Jeru Da Damaja zum Beispiel veröffentlichte 1996 sein zweites Studioalbum mit dem Titel „Wrath of the Math“. Dieses wurde dabei komplett von Gangstarr DJ und Mastermind DJ Premier produziert. Jeru konzentriert sich thematisch auf Wrath of the Math hauptsächlich auf den Afroamerikanismus, die Erhaltung der Hip Hop Kultur und äussert sich abschätzig gegen den in den USA stark grassierenden Materialismus. In Punkto Erhaltung der Hip Hop Kultur kritisiert Jeru dabei namentlich Puff Daddy, Foxy Brown und das Label Bad Boy Records. Notorious BIG, der auf Bad Boy gesignt ist, antwortet prompt auf Jeru’s Kritik mit dem Song „Kick in the Door“. Labelvater Puff Daddy reagiert nicht auf Jeru Da Damajas Kampfansage.

Auch das Rapduo OutKast aus Atlanta schlägt 1996 mit ihrem zweiten Album „ATLiens“ geosse Wellen und erreicht damit auf Anhieb Doppelplatin. Produziert wurde ATLiens, das in den ersten beiden Wochen in den USA rund 350’000 Mal verkauft wurde grösstenteils von OutKasts Haus-Produzententeam Organized Noize.

Ein weiterer Meilenstein legt Redman mit seinem dritten Album „Muddy Waters“, welches am 10. Dezember 1996 erscheint. Muddy Waters wird mit viel Lob von den Musikkritikern ins Rennen geschickt und erreicht dann 1997 Goldstatus. Mit „Whateva Man“ und „It’s Like That (My Big Brother)“ hatte Redman auch zwei Billboard Hot Singles auf seinem Album „Muddy Waters“.

Dass es nach dem erfolgreichen ’93er Debut „Enter the Wu-Tang“ vom Wu-Tang-Clan auch um die einzelnen Mitglieder der Crew nicht mehr ruhig werden würde, war klar. Dies unterstreicht Ghostface Killah 1996 eindrücklich mit seinem Album „Iron Man“. Angesichts der vielen Features und lediglich vier Solo-Tracks von Ghostface muss eher von einem Kollabo-Album gesprochen werden, als von einem Soloalbum. Dabei sind die Wu-Tang-Mitglieder Raekwon und Cappadonna auf „Iron Man“ featuremässig am stärksten vertreten und deshalb wohl auch prominent auf dem Albumcover zu sehen. „Iron Man“ ging in der ersten Woche in den USA über 156’000 Mal über die Verkaufstheken. Damit schaffte Ghostface Killah in den Billboard 200 auf anhieb den Einstieg auf Platz zwei der Charts.